Die Kirche des heiligen Al Bundy – Humorkult

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Satire · Liste

Wie man völlig falsch, aber gesellschaftlich authentisch einem Pornostar „sanft“ verklickert, dass Schluss mit Hautmalerei ist

  • 1. Lob zuerst die hässlichsten Tattoos, dann wirkt Nein wie Fürsorge. Stammtischpsychologie kennt den Trick: übertriebene Bewunderung für das Absurde erzeugt instinktives Misstrauen. „Wow, die kleine Jesusfigur auf deinem Hüftknochen, die beim Doggy wie ein Verkehrsunfall aussieht – das ist Kunst!“. Der Subtext erledigt die Arbeit: Wer ernsthaft gelobt wird, wenn seine Haut aussieht wie ein schlecht erstellter RPG-Avatar, fängt irgendwann selbst an, daran zu zweifeln.
  • 2. Erkläre, dass zu viele Tattoos ein steuerliches Problem sind. Schatz, ab 17 Motiven gilt das gesetzlich als Gewerbefläche, und dann musst du den Tätowierer wie einen Mitmieter anmelden. Nichts bringt Menschen so schnell zum Stillstand wie Bürokratie.
    Kein Mensch will, dass sein Arsch plötzlich eine Betriebsstätte wird.
  • 3. Erfinde spirituelle Regeln. „Laut dem Evangelium der heiligen Al-Bundy-Kirche dürfen maximal drei Tattoos auf fleischhaltige Körperregionen – sonst verwirft dich der Schuhmann im Himmel.“
    Spiritualität ist das Bestechungsmittel der Dummen: man muss sie nicht überzeugen – nur mystifizieren, bis sie aus Angst vor metaphysischem Ärger aufhören.
  • 4. Nutze Beschämung, aber klinge, als würdest du beschützen. „Das vierte Tribalsymbol wird deinen Gegnern zeigen, dass du eigentlich verletzt bist. Und schlimmer: dass du es nicht weißt.“ Es ist wie Freundschaft, aber als Schlag in die Leber.
  • 5. Sei neidisch – Neid stoppt alles. „Kein weiteres Tattoo, sonst stiehlst du meinen Look, Baby“. Menschen hören nie auf Experten – aber sie hören auf Konkurrenz.

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